Aus Litschi-Kernen Bäumchen ziehen: Die besten Ideen kommen oft von den Kindern selbst!

Heute haben wir die Gartenprojekt-Kinder Lychees naschen lassen, deren Kerne gepflanzt und Tontöpfe bemalt.

Die Idee für das „Gartenexperiment“, das bisher mit Abstand beste Erfolgsquote hatte, kam von meiner Tochter Elena als sie zwischen Weihnachten und Neujahr 2015 frische Litschis probiert hat: „Mama…?! Das sind so große Kerne – die kann man bestimmt auch pflanzen!“

Ich musste zugeben, dass ich absolut keine Ahnung hatte, wie Litschis überhaupt wachsen, auch wenn mir diese aus dem China-Restaurant bekannt waren und ich daher erahnte woher sie stammen. Wir haben also erst einmal Tante Google befragt, gelernt, dass es verschiedenste Schreibweisen, nämlich Litchi, Litschi, Litschie, Lychee, gibt und diese an Bäumen wachsen. Dann stellten wir erstaunt fest, dass es tatsächlich diverse Anleitungen gibt, wie man ein Bäumchen aus Litchis ziehen kann und wie einfach es zu sein scheint. Das haben wir im nächsten Gartenprojekt einfach mal ausprobiert und siehe da:

Anfang 2016 hatte jedes Kind nach einigen Wochen mit Stolz und Begeisterung mindestens ein, meist sogar zwei Pflänzchen in seinem Anzuchttopf. Leider sind auch ausnahmslos alle Pflanzen die während meines Urlaubs noch im Kindergarten standen vertrocknet, weil die Kinder dann nicht mehr daran gedacht haben sie zu gießen. Ein bisschen Schwund ist immer ;).

Wir haben heute wie vor zwei Jahren 3 Kerne pro Töpfchen bzw. pro Kind eingepflanzt und sind gespannt, ob es ebenso gut klappt.

Wie zieht man Litschi-Bäumchen aus Kernen?

  1. Im Grunde ist es ganz einfach Litschis auf der Fensterbank zu ziehen:
  2. Kerne vollständig vom Fruchtfleisch befreien (Sprich: Litschis naschen)
  3. Kerne einen oder mehrere Tage in lauwarmes Wasser legen
  4. Kerne in ein Töpfchen pflanzen
  5. Erde feucht halten aber Staunässe vermeiden

Bilder folgen in den nächsten Tagen :)

Ideen für einen Jahresplan für das Gärtnern mit Kindern.

Gartenkalender für das Gärtnern mit Kinder: Ideen für einen Jahresplan

Der Januar bietet sich an, sich Gedanken machen, was man im kommenden Gartenjahr vor hat. Ich freue mich ausdrücklich über Deine ergänzende Idee Meine/unsere Ideen für das Kinder-Gartenprojekt sind folgende:

1. Quartal:

2. Quartal:

  • Blumenkohl, Kohlrabi & Co im Frühbeet vorziehen
  • Sonnenblumen und weitere Sommerblumen säen
  • Regenwürmer im Hochbeet ansiedeln
  • Hochbeet neu bepflanzen, wieder in Betrieb nehmen
  • Schnellwachsendes wie z.B. Pflücksalat, Karotten, Radischen im Hochbeet säen
  • Wir stellen ein Tomatenzelt auf
  • Erdbeeren, Gurken, Tomaten & Co setzen
  • Auberginen, Paprika setzen

3. Quartal:

4. Quartal:

  • Blumenzwiebeln für das kommende Gartenjahr setzen
  • Pfingstrosen / Paeonien pflanzen bzw. teilen.
  • Avocadokerne pflanzen & Tomatenkerne trocknen
  • Mit Kindern Adventsgestecke basteln
  • Vogelfutterstationen
  • Avocadokerne pflanzen & Tomatenkerne trocknen
  • Vogelhäuschen aus Milchkartons
  • Zitrusfrüchte und Kinderpunsch

Liebe Eltern,
nun ist bereits das zweite Kindergartenjahr, indem ich das Projekt „Mit den Kindern durchs Gartenjahr“ geleitet, begleitet und betreut habe, vorbei und wir gehen in ein drittes. Es gab Erfolge und einige kleine Misserfolge, aus denen ich viel gelernt habe (und das bisherige Team sicher auch).

Eins, was ich in jedem Fall für mich mitgenommen habe: Man muss nicht perfekt sein, um anderen eine Freude zu machen. Mein erster Projekttag mit den Kindern war der 4.11.2015. Das habe ich nicht deshalb so genau im Kopf, weil ich das Projekt akribisch geplant hätte (eine gewisse Planung stand selbstverständlich voran, da ging es aber eher um „Zeitzonen“ in welchen man verschiedene Pflanzen setzen/aussäen oder welche Projekte mit man mit den Kindern machen könnte.) Ich weiß es deshalb so genau, weil meine Tochter Elena einen Tag später Geburtstag hatte.
Zurück zu dem, was ich aus dem vergangnen Jahr für mich persönlich mitnehmen durfte: An meinem ersten Projekttag war der Plan mit den Kinder Orangen auszupressen, aus dem Saft von 3 kg Oragen, rotem Tee und Rotkäppchensaft einen Kinderpunsch zu machen und aus den Orangenkernen Zitrusbäumchen zu züchten. Gesagt, getan. Die kleinste der sechs Kinder (Arin) war zu dem Zeitpunkt gerade mal zwei oder zweieinhalb Jahre alt und hat tapfer versucht mittels Handzituspresse allen Saft aus der Orange zu pressen. (Alle anderen natürlich auch, aber den Kleinsten viel es natürlich rein motorisch besonders schwer.) Was soll ich sagen… drei Kilo Orangen waren (mit Hilfe der Erwachsenen) ausgepresst – kein einziger verwertbarer Kern darunter. Ich war frustrierter als die Kinder selbst:

Der von uns gemeinsam fabrizierte Kinderpunsch hat auch noch für die anderen Kinder, die an diesem trüben, dunklen Novembernachmittag noch da waren, gereicht. Und die Kinder, die am „Gartenprojekt“ teilgenommen haben, waren sichtlich stolz und zufrieden, ihre Freunde dazu einladen zu können. Derlei Anekdoten könnte ich noch viele erzählen, das würde hier jedoch den Rahmen sprengen…

Langer Rede, kurzer Sinn: Kinder freuen sich über gemeinsames Tun und schöne Erlebnisse. Meist ist es gar nicht so wichtig, ob das Geplante dabei heraus kommt. Und sie gehen unbefangen an Neues heran. In diesem Sinne danke ich den Kindern dafür, mir als Leiterin dieses Projekts neue Blickwinkel aufgezeigt und mir etwas mehr „Leichtigkeit“ zurück gegeben haben und feue ich mich auf das neue Gartenjahr mit neuen Ideen für und von unseren Kindern.

Alles was schnell geht, schön aussieht und/oder lecker ist, kommt bei Kindern natürlich besonders gut an. Meine Erfahrung aus dem vergangenem Jahr ist, dass man (je nach Alter) am besten schnelle Erfolgserlebnisse mit Geduldsproben, die dann aber vielleicht besonders schön aussehen oder gut schmecken, kombinieren sollte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr in den Kommentaren Euren Input für ein tolles neues Gartenjahr liefern würdet.