Tomaten säen | Tomaten ziehen

Das säen bzw. vorziehen von Tomaten haben wir im Grunde genommen „nebenbei“ gemacht. So haben wir beispielsweise mit den Kindern Avocado-Bäumchen gezogen und das Fruchtfleisch zu einem leckeren Tomaten-Avocado-Salat verarbeitet. Die Kerne der für die Kinder leckersten Tomaten haben wir auf Küchenkrepp oder Filterpapier getrocknet und beiseite gelegt. Wir haben übrigens bewusst Bio-Tomaten bei einem kleinen Gemüsehändler gekauft und nur je 1-2 Tomaten pro Sorte genommen, da man sich nicht mehr bei allen Sorten sicher sein kann, ob die Kerne aufgehen. Zudem hab ich die Kinder ermutigt auch zu Hause die Kerne aus den Tomaten zu trocknen, die sie für besonders lecker empfunden haben.

Das spätere einpflanzen der Tomatenkerne geht ruck-zuck, sodass wir dies bisher immer mit anderen Projekten verbunden haben (z.B. Litschis oder Mango-Bäumchen selber ziehen): Man schneidet ein paar Kerne aus dem Filter- oder Küchenpapier aus und legt sie in kleine bereits zu 2/3 mit Erde befüllte Töpfchen und bedeckt sie wiederum mit Erde und zieht diese zunächst auf der Fensterbank an. (Wir haben gespendete Torftöpfchen genommen, günstiger zur Anzucht von Keimlingen sind ungefärbte Eierkartons. Alle anderen Töpfchen, die man z.B. vom Pflanzenkauf des Vorjahres übrig hat, gehen natürlich auch…)

Sobald die Tomatenpflänzchen 4-5 Blättchen entwickeln, muss man sie „pikiren“, also vereinzeln. Auch wenn es schwer fällt und die Pflänzchen sich nicht immer gut trennen lassen: Elvira, eine „Gartenprojekt-Freundin“ sagte dazu „Nur die harten kommen in den Garten“.

Andernfalls hat keines der Tomatenpflänzchen (oder anderer Keimlinge) genügend Platz und Kraft zu wachsen. Wie das richtig gemacht wird, erklärt Andrea Drebinger in ihrem Beitrag Pikieren von Keimlingen

Ich nehme es vorweg: Letztes Jahr war das Zukaufen von Saatgut für den Kindergarten überflüssig. Dieses Jahr sieht es sogar so aus, dass die Kinder aufgrund toller Anzucht-Ergebnisse, einen Teil ihrer Pflänzchen zum Frühlings-Basar an uns Eltern verkaufen können, was für die eifrigen kleinen Gärtner natürlich ein richtig toller Erfolg wäre.

Wie vermehrt man Regenwümer?

Vergangenen Spät-Herbst hat mir Vera, die ich über das Gartenprojekt näher kennengelernt habe, einen interessanten Artikel weitergeleitet, den ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte.
Vermehrung des Regenwurms zur Nachhaltigen Bodendüngung Ich habe die Herren seinerzeit umgehend angeschrieben:
In der Konversation sagte Herr Erlecke „Ich habe die Würmer aus dem Kompost ausgegraben und dann in den Eimer gegeben. Als Verbesserungsvorschlag könnten Sie anstatt des Plastikeimers auch ein unten offenes Tongefäß nehmen indem Sie seitlich zusätzliche Löcher einbringen. Ich würde die Regenwurmzucht im Hochbeet erst im Frühjahr beginnen. Allerdings gibt es Balkonkomposter, dort wird der tägliche Küchenabfall eingegeben und die Würmer machen daraus Humus. Vielleicht wäre das eine Alternative um jetzt zu beginnen.“
Ich darf Euch den Artikel über die Regenwurm-Ansiedlung und Kompostierung im Hochbeet der Herren Albrecht und Erlecke, beide aus Biberach hier zur Verfügung stellen (Zitat Herr Erlecke: „…mein Interesse ist es, daß es viele Nachahmer(innen) vom Regenwurmprojekt gibt. Dazu ist eine freie Verbreitung notwendig…“) Ich bedanke mich herzlich und weise sehr gerne auch auf deren Website zum Weiterstöbern in Bezug auf nachhaltiges Gärtnern hin.

Wie verbessern Regenwürmer den Boden?

Zum diesem Thema habe ich eine alte Löwenzahn-Folge wieder gefunden… Heute vor einem Jahr ist Peter Lustig, der über mehrere Generationen Kindern die Welt erklärt hat, gestorben. Ich persönlich war und bin über seinen Tod sehr traurig, hat er mich doch meine gesamte Kindheit hindurch begleitet. Er ist und bleibt nach wie vor ein ganz großes Vorbild und ich freue mich, dass meine Tochter Elena ebenfalls viel Spaß an seinen Löwenzahn-Folgen, egal ob als Video oder Hörbuch, hat :

Mangobäumchen mit Kindern ziehen

Hauptthema war heute Mango-Bäumchen selber zu ziehen. Die getrockneten Tomaten-Kerne für pflanzten sich fast von alleine.
Hauptthema war heute Mango-Bäumchen selber zu ziehen. Die getrockneten Tomaten-Kerne für pflanzten sich fast von alleine.

Beim heutigen Projekttag ging es in erster Linie darum Mangobäumchen mit den Kindern zu ziehen. Wie ich im Laufe des Kinder-Gartenprojektes feststellen konnte erfreuen sich Ideen, bei denen die Kinder einerseits ungewöhnliche Zimmerpflanzen ziehen können, andererseits schmackhafte Snacks probieren und mit großem Stolz ihre Freunde dazu in die „Piazza“ einladen können, besonderer Beliebtheit. Daneben haben wir Erwachsenen natürlich im Blick, dass wir jetzt im ersten Quartal schon langsam Sommerblumen und Gemüse auf der Fensterbank vorziehen. Wie Ihr seht waren das heute Tomaten; das Saatgut haben wir im Laufe der letzten Monate getrocknet.

Wie zieht man ein Mangobäumchen?

Kleines Mädchen hat seine Mango halbiert und beginnt sie zu schälen.
Zuerst muss man die Mango halbieren und die Schale entfernen. Stella stellt sich dabei ausgesprochen geschickt an!
Nahaufnahme: Kind schält eine Mango.
Immer gut aufpassen, dass die Kinder „von der Hand weg schneiden“, sodass sie sich nicht verletzen.
Kind schrubbt seinen Mangokern mit einer Spülbürste
Der Mango-Kern muss vom Fruchtfleisch befreit werden. Wir lösen das ganz pragmatisch mit einer Spülbürste.
Gewürfeltes Mango-Fruchtfleisch auf blauem Teller.
Die Kinder freuen sich schon darauf das leckere Fruchtfleisch zu naschen.
Mangokern wurde in Küchenpaier eingeschlagen.
Der Mangokern wird in Küchenpapier eingeschlagen und anschließend gut befeuchtet.
Zum Schluss werden die eingeschlagenen Mango-Kerne in eine Plastiktüte gepackt und  zum keimen auf die Fensterbank gelegt.
Zum Schluss werden die eingeschlagenen Mango-Kerne in eine Plastiktüte gepackt und zum keimen auf die Fensterbank gelegt.

Wir bepflanzen Gummistiefel und begrüßen den Frühling!

Liebe kleine und große Gärtner,
wie viele von Euch bereits mitbekommen haben, findet am 10.03.2017 der Elterninitiativ-Nachmittag „Wir bepflanzen abgelegte Gummistiefel und begrüßen den Frühling!“ statt. Selbst wenn ihr an dem Tag keine Zeit habt, die Idee aber gut findet, könnt ihr Euch beteiligen. Elena und ich haben vorab Gummistiefel mit gespendeten Tulpenzwiebeln und vorgezogenen Blumenzwiebeln bepflanzt.

Mehrere paar Gummistiefel, Blumenzwiebeln und vorgetriebene Hyazinthen stehen bereit. Ihr könnt, dürft, sollt, Euch sehr gerne mit den eigenen Lieblingspflanzen Eurer Kinder einbringen. Wer am 10.03.2017 keine Zeit hat, kann uns gerne nacheifern und abgelegte Gummistiefel mit seinem Kind vorab bepflanzen. Zur Inspiration: Das können Blumenzwiebeln sein, die Ihr im Herbst vergessen habt zu pflanzen. Des weiteren führen und Supermärkte bereits vorgezogene Frühblüher wie Narzissen, Hyazinthen oder Tulpen wie auch Primeln, Hornveilchen & Co.

Frisch bepflanzte Kinder-Gummistiefel Bereits bepflanzte Gummistiefel bitte am Donnerstag beim Abholen oder Freitag zur Bringzeit im Kindergarten abgeben.

Wir freuen uns aber auch über jedes Paar Gummistiefel, das Ihr im Keller findet oder in der Verwandtschaft für uns auftreiben könnt, sowie Spenden von Blumenzwiebeln ect.

Mädchen hält einen mit Hyazinthen bepflanzten Gummistiefel in die Kamera.
Elena freut sich über ihren frisch bepflanzten Gummistiefel.

Noch kann man Blumenzwiebeln pflanzen.

Vor dem ersten Frost…
Heute gibt’s nur einen kurzen Reminder: Wer noch Blumenzwiebeln im Haus hat, die ihn oder sie im kommenden Frühjar erfreuen sollen, sollte diese in den nächsten Tagen setzen. In kürze wird es den ersten Frost geben, dann wäre es zu spät.

Tulpenzwiebeln und Verpackung mit Foto der blühenden Tulpen
Blumenzwiebeln kann man jetzt noch vor dem ersten Frost in die Erde setzen

Mit Kindern Adventsgestecke basteln

Am Montag vor dem ersten Advent, also am 21.11.2016, haben Elvira und Susanne im Rahmen des Gartenprojektes Adventsgestecke mit den Kindern gebastelt. Hier einige Impressionen. Ich finde die Gestecke ausgesprochen gelungen und bin überzeugt, dass die Kinder sehr stolz ihren Beitrag zur vorweihnachtlichen Adventsstimmung mit nach Hause gebracht haben.

Ein ganz großes Kompliment meinerseits an die kleinen und großen Künstler!

Euch und Ihnen allen eine schöne Adventszeit!

In diesem Sinne… happy urban gardening!
Kirsten

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Paeonien / Pfingstrosen pflanzen

Wir pflanzen Pfingstrosen für die kommende Gartensaison! Nachdem es heute früh noch nach einem wunderschön-sonnigen Herbsttag aussah, wurde es heute nachmittag leider recht trüb, aber immerhin blieb es trocken. Bei nur 3-4° habe ich heute krankheitsbedingt das Gartenprojekt alleine mit den sechs freiwilligen Kindern begonnen, die alle mir Feuereifer dabei waren. Zunächst haben wir die Kübel und das Hochbeet winterfest gemacht, sprich einjährige Pflanzen entfernt, Blattwerk kleingerupft und unter die Hochbeeterde gemengt; allzu holzige Teile kamen auf den Kompost. Wir haben freudestrahlend einen Regenwurm im Hochbeet ausgegraben und diesem später noch den einen oder anderen „Kollegen“ aus den Rabatten, in die wir die Pfingstrosen gepflanzt haben, hinzugesellt :o)

Dankenswerter Weise hat Conni als sie Lea abholen wollte, spontan mit zum Spaten gegriffen, so dass alle Kinder gut beschäftigt waren.

Meine Schwiegermutter gräbt eine Pfingstrose aus, teilt sie und gräbt dann ein Teil wieder ein. Den anderen Teil hat sie dem Kinder-Gartenrojekt gespendet.
Meine Schwiegermutter gräbt eine Pfingstrose aus, teilt sie und gräbt dann ein Teil wieder ein. Den anderen Teil hat sie dem Kinder-Gartenrojekt gespendet.

Nachdem wir im Hochbeet und den Pflanzkübeln Ordnung gemacht haben, holen die Kinder Erde vom Hinterhof um das Hochbeet aufzufüllen.
Nachdem wir im Hochbeet und den Pflanzkübeln Ordnung gemacht haben, holen die Kinder Erde vom Hinterhof um das Hochbeet aufzufüllen.

Erde fleissig auflockern...
Erde fleissig auflockern…
...ein Loch ausheben und die Pfingstrosen einpflanzen.
…ein Loch ausheben und die Pfingstrosen einpflanzen.
Mit viel Glück setzen unsere Pfingstrosen im kommenden Frühjahr schon Knospen an. Das kann ein bis drei Jahre dauern.
Mit viel Glück setzen unsere Pfingstrosen im kommenden Frühjahr schon Knospen an. Das kann ein bis drei Jahre dauern.
Blühende Paeonie, besser unter Pfingstrose bekannt
Blühende Paeonie, bei uns Nicht-Gärtnern besser unter Pfingstrose bekannt.

Tipp: Pfingstrosen kann man durch Teilung vermehren, sodass man die Eltern um eine „kostenneutrale Spende“ für ehrenamtliche Kinder-Garten-Projekte bitten kann.

Auf die Idee, dass der November sich anbietet um die Paeonie, so der botanische Name der Pfingstrose, zu pflanzen, kam ich, weil ich kürzlich mal wieder in den leider schon lange eingestellten „Blumenpod“ hinein gehört habe.

Vielleicht interessiert es Euch, die Folge erschien unter dem Titel „Blumenpod 063 Paeonien und Management“
(oder hier alle erhältlichen Blumenpod-Folgen)

Die Eventtipps zu gärtnerischen Messen, Fachveranstaltungen ect. sind natürlich nicht mehr relevant, aber alles was gärtnerischen Basics betrifft, hat natürlich auch acht Jahre später noch seine Gültigkeit.

Zu guter letzt noch ein Linktipp zum Thema Paeonien pflanzen und pflegen.

In diesem Sinne: Happy urban gardening!
Viele Grüße
Kirsten

P.S.: Hinter das Geheimnis der verrutschten Bilder komme ich noch, sie haben alle exakt die gleiche Breite…

Ein Experimient für kleine Gärtner zu Peter Lustigs Geburtstag

Hallo liebe kleine und große Gärtner,
die meisten Eltern werden ihn in guter Erinnerung haben und viele von uns schmerzlich vermissen, da er uns durch unsere eigene Kindheit begleitet hat:

Er wäre heut 79 Jahre alt geworden: Peter Lustig, nicht immer ganz „politisch korrekt“, aber immer höflich, charmant, immer in blauen Latzhosen und vor allem immer neugierig. Besonders letzteres habe ich von ihm gelernt und er konnte es an viele Generationen weitergeben: Bleibt immer neugierig!

Meine Tochter Elena (*11/2011) liebt Peters Abenteuer, Erzählungen und Experimente so sehr wie ich sie meinerseits geliebt habe und noch heute liebe. Als kleiner Digital-Nativ schaut sie hin und wieder die Löwenzahn Classics mit Peter auf uTube als „Einschlafgeschichte“.

Wenn ich mich recht erinnere, hat Peter Lustig „einst im Mai*“ folgendes Experiment vorgestellt, das jetzt im Herbst hervorragend zum Kinder Gartenprojekt passt und nicht nur die kleinen Gärtner zum Staunen bringt.

Elena und ich haben also das folgende Experiment nachgemacht und ein klein wenig abgewandelt:

Wir benötigen:
– mehrere Tage Geduld (knapp eine Woche)
– Kressesaat
– Eine Aufzuchtschale oder flachen Teller
– Küchenkrepp, Klopapier oder noch besser: Watte
– einen Apfel (bzw. Apfelscheiben)
– eine durchsichtige Plastiktüte
– Gummi- oder Klebeband zum Verschliessen

Aus dem Apfel haben wir Scheiben für ein lustiges Gesicht geschnitten und auf den Teller gelegt.

Das haben wir vorsichtig mit reichlich Klopapier belegt, damit die Kressekeimlinge bzw. Kressewurzeln Substrat zum wachsen haben. Um die Kressesaat nicht wegzuschwemmen, haben wir das Substrat zunächst reichlich gewässert und erst anschliessend die Kressesamen darüber gestreut, wir wünschen uns ja ein hübsches (oder für Holloween gruseliges) Gesicht, nicht nur „Löcher“ im „Mini-Kressebeet“. Mal sehen, ob es auch klappt, wie wir uns das vorstellen.

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Warum, liebe Kinder und Eltern denkt Ihr kommt hier ein Gesicht zustande?! Bzw. warum wächst die Kresse nicht auf den Apfelscheiben?
Habt ihr Ideen? Ideen gerne in der der Kommentarfunktion posten.

ACHTUNG: Dies ist kein geeignetes bzw. kitataugliches Experiment für die heisse Jahreszeit. Elena und ich haben es getestet: Bei zuviel Wärme und gleichzeitig ausreichender Feuchtigkeit (ohne die, die Kresse nicht keimt), beginnt der Apfel zu schimmeln.

Es mag auch im Sommer funktionieren, wenn man die Plastiktüte weglässt. Dann wiederum muss man sehr konsequent mit den Kindern 1-2x am Tag gießen, was im Kindergartenalltag oftmals unter gehen kann.
Viele Grüße und „Happy urban gardening!“
Kirsten Bringmann

P.S.: Wer Lust hat sich am Kinder Garten Projekt zu beteiligen oder auch zu sponsoren bitte gerne melden :o)

*Nach Recherche dann gefunden in Löwenzahn, Peter Lustigs Forschertipps, „Licht und Pflanzen“, 2003

Ideen für einen Jahresplan für das Gärtnern mit Kindern.

„Gartenkalender“ für das Gärtnern mit Kindern

Liebe Eltern,
das erste Kindergartenjahr, indem ich das Projekt „Mit den Kindern durchs Gartenjahr“ geleitet, begleitet und betreut habe, ist vorbei. Es gab Erfolge und einige kleine Misserfolge, aus denen ich viel gelernt habe (und das bisherige Team sicher auch).

Eins, was ich in jedem Fall für mich mitgenommen habe: Man muss nicht perfekt sein, um anderen eine Freude zu machen. Mein erster Projekttag mit den Kindern war der 4.11.2015. Das habe ich nicht deshalb so genau im Kopf, weil ich das Projekt akribisch geplant hätte (eine gewisse Planung stand selbstverständlich voran, da ging es aber eher um „Zeitzonen“ in welchen man verschiedene Pflanzen setzen/aussäen oder welche Projekte mit man mit den Kindern machen könnte.) Ich weiß es deshalb so genau, weil meine Tochter Elena einen Tag später Geburtstag hatte.
Zurück zu dem, was ich aus dem vergangnen Jahr für mich persönlich mitnehmen durfte: An meinem ersten Projekttag war der Plan mit den Kinder Orangen auszupressen, aus dem Saft von 3 kg Oragen, rotem Tee und Rotkäppchensaft einen Kinderpunsch zu machen und aus den Orangenkernen Zitrusbäumchen zu züchten. Gesagt, getan. Die kleinste der sechs Kinder (Arin) war zu dem Zeitpunkt gerade mal zwei oder zweieinhalb Jahre alt und hat tapfer versucht mittels Handzituspresse allen Saft aus der Orange zu pressen. (Alle anderen natürlich auch, aber den Kleinsten viel es natürlich rein motorisch besonders schwer.) Was soll ich sagen… drei Kilo Orangen waren (mit Hilfe der Erwachsenen) ausgepresst – kein einziger verwertbarer Kern darunter. Ich war frustrierter als die Kinder selbst:

Der von uns gemeinsam fabrizierte Kinderpunsch hat auch noch für die anderen Kinder, die an diesem trüben, dunklen Novembernachmittag noch da waren, gereicht. Und die Kinder, die am „Gartenprojekt“ teilgenommen haben, waren sichtlich stolz und zufrieden, ihre Freunde dazu einladen zu können. Derlei Anekdoten könnte ich noch viele erzählen, das würde hier jedoch den Rahmen sprengen…

Langer Rede, kurzer Sinn: Kinder freuen sich über gemeinsames Tun und schöne Erlebnisse. Meist ist es gar nicht so wichtig, ob das Geplante dabei heraus kommt. Und sie gehen unbefangen an Neues heran. In diesem Sinne danke ich den Kindern dafür, mir als Leiterin dieses Projekts neue Blickwinkel aufgezeigt und mir etwas mehr „Leichtigkeit“ zurück gegeben haben und feue ich mich auf das neue Gartenjahr mit neuen Ideen für und von unseren Kindern.

Alles was schnell geht, schön aussieht und/oder lecker ist, kommt bei Kindern natürlich besonders gut an. Meine Erfahrung aus dem vergangenem Jahr ist, dass man (je nach Alter) am besten schnelle Erfolgserlebnisse mit Geduldsproben, die dann aber vielleicht besonders schön aussehen oder gut schmecken, kombinieren sollte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Euren Input für ein tolles neues Gartenjahr liefern würdet. Meine/unsere Ideen für das Kinder-Gartenprojekt sind folgende:

Mit den Kindern durchs Gartenjahr: Ideen für einen Jahresplan

    4. Quartal 2016:

  • Blumenzwiebeln für das kommende Gartenjahr setzen
  • Pfingstrosen / Paeonien pflanzen bzw. teilen.
  • Avocadokerne pflanzen & Tomatenkerne trocknen
  • Mit Kindern Adventsgestecke basteln
  • Vogelfutterstationen
  • Zitrusfrüchte und Kinderpunsch
    1. Quartal 2017:

  • Dattelbäumchen / Dattelcreme/li>
  • Litschibäumchen aus Kernen ziehen
  • Mangobäumchen
  • Abgelegte Gummistiefel bepflanzen (das Frühjahr einläuten)
  • Blumen und Gemüse auf der Fensterbank vorziehen
  • Regenwürmer vermehren / Regenwurmkiste für nachhaltige Düngung anlegen
    2. Quartal 2017:

  • Blumenkohl, Kohlrabi & Co im Frühbeet vorziehen
  • Sonnenblumen und weitere Sommerblumen säen
  • Regenwürmer im Hochbeet ansiedeln
  • Hochbeet neu bepflanzen, wieder in Betrieb nehmen
  • Schnellwachsendes wie z.B. Pflücksalat, Karotten, Radischen im Hochbeet säen
  • Wir stellen ein Tomatenzelt auf/
  • Erdbeeren, Gurken, Tomaten & Co setzen
  • Auberginen, Paprika setzen
    3. Quartal 2017:

  • Erste Ernte verarbeiten / Kinder naschen lassen
  • Schnellwachsendes wie z.B. Pflücksalat, Karotten, Radischen im Hochbeet neu säen
  • Ernte verarbeiten: Paprika/Auberginen zu leckerem Brotaufstrich verarbeiten

Zur weiteren Inspiration gern auch hier mal reinschauen.

Ernte – Kochen mit Kindern

Das tolle am Herbst: Wir und vor allem die Kinder, können die „Ernte einfahren“ (ein großes Wort für unser Gartenprojekt).
Im Grunde ist das Garten-Projekt diesen Monat und künftig „in der Schwebe“. Das bisherige Team gibt es nicht mehr (aus Zeitgründen oder vor allem weil die Kinder in die Schule gekommen sind). Ich hoffe sehr, dass sich nach dem gruppenübergreifenden Elternabend Ende des Monats, an dem Anke und ich das Projekt vorstellen und von unsere Erfahrungen berichten dürfen, drei oder vier Elternteile Interesse und vor allem die Zeit haben, sich zu während der Öffnungszeiten zu engagieren.

Ich freue mich riesig und umsomehr heute mit Valentina und Özlen zusammen die mit den Kindern angepflantzen Auberginen und Paprikas zu einem leckeren, vegetarischen Brotaufstrich verarbeitet zu haben. Es war ein richtig toller Tag: Jede von uns hat ihre eigenen, spezifischen Fähigkeiten und Ideen eingebracht, die Kinder hatten richtig Spaß, haben super mitgemacht und das improvisierte Ergebnis war SEHR lecker.

Das „Rezept“ war in etwa folgendes:

    Zutaten:

  • Auberginen
  • Paprika
  • Sonnenblumenkerne
  • Knoblauch (für Kinder in Maßen dosieren)
  • Tomatenmark
  • Sonnenblumenöl
  • Frische Gartenkräuter

Unser improvisiertes Rezept:
2/3 der Sonnenblumenkerne einweichen, Rest der Sonnenblumenkerne trocken anrösten. Auberginen, Paprika und Knoblauch anbraten, nach belieben einige Zweige Rosmarin o.ä. gegen Ende des Anbratens zum Aromatisieren hinzufügen. Die Haut von den Auberginen nach dem Braten abziehen (bzw. das Fruchtfleisch aus der Schale heraus kratzen).
Eingeweichte Sonnenblumenkerne mit den angebratenen Auberginen, Paprika, Knoblauch und ein wenig Tomatenmark zu einer Paste verarbeiten. Die Auberginenpaste mit Salz, Pfeffer und mit frischen Gartenkräutern abschmecken. (In unserem Fall waren das Thymian, Rosmarin und Basilikum.)

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Hochbeet anlegen | Hochbeet befüllen

Wir legen unser Hochbeet für Kinder an und haben uns für ein Gemüse-Hochbeet entschieden.
Warum für das Gärtnern mit Kindern gerade ein Gemüse-Hochbeet? Aus Gründen 😉 Anne, a.k. Miss Minze hat kürzlich darum gebeten ihr durch einen Blogpost bei der Neugestaltung ihres Gartens zu helfen. Dem werde ich gerne nochmals detaillierter nach kommen, ich halte aber auch diesen Post bereits für hilfreich :)

>> Update, September 2017: Inwischen ist bereits das zweite Kinder-Gartenprojekt-Jahr vorbei und das neue Kindergartenjahr hat begonnen. Durch den neuen Projekttag (jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat) und Weggang der Schulkinder besteht das bisherige Garten-Jahr-Team nicht mehr. Ich würde mich freuen, wenn sich bis Ende September/Anfang Oktober wieder zahlreiche Eltern finden, die Zeit und Lust haben, sich regelmässig an einem der Projekttage einzubringen, sporadisch bei größeren Projekten zu helfen oder uns durch projektbezogene Sachspenden unterstützen. Weitere Infos gibt es am Elternabend Ende September (Elternbeiratwahl); Ihr könnt mich aber gern jederzeit persönlich ansprechen. << „Hochbeet anlegen | Hochbeet befüllen“ weiterlesen

Schneeglöckchen – Galanthus nivalis – Amaryllisgewächs

Nachdem es in letzter Zeit eher mild war, hat es die Tage in Köln und Umgebung geschneit. Das hat einerseits dazu geführt, dass bereits die ersten Frühblüher zu sehen sind und meines Empfinden nach vor allem das Schneeglöckchen seinem Namen alle Ehre macht.

Schneeglöckchen - Galanthus nivalis im Schnee
Schneeglöckchen (Foto: © Pavlo Vakhrushev – fotolia.com)

Zimmerpflanzen gehen (fast) immer

Liebe Eltern, liebe Kinder,
das Kinder-Garten-Projekt hat gerade erst begonnen und wir müssen uns bereits Kompromissen stellen: In der kalten Jahreszeit muss man beim „Gärtnern mit Kinnern“ oft ein wenig ausweichen. Man kann bei entsprechender Schneelage im Garten Spuren suchen oder zum Beispel mit den Kindern Vogelfutterstationen einrichten. Je nach dem wie alt die Kinder sind, können diese in Tontöpfen/Kokosnuss mit Fett ausgegossen werden oder man verwendet für die kleineren Klorollen und Erdnussbutter… (letzteres ist eine tolle Idee von Anke)

Das setzen von beinduckenden Blumenzwiebeln wie zum Beispiel der Amarylis ist jetzt schon etwas spät, begeistert Kinder aber immer wieder… Ich hoffe ich werde demnächst Zeit und Muße haben eine Art Gartenkalender mit „Ausweichmöglichkeiten“ zu schreiben, in dem ich solche Ideen aufgreifen kann.

Was kann man mit Kindern im Spätherbst/Winter in einem Gartenprojekt auf der Fensterbank oder vorbereitend für das kommende Gartenjahr machen?

Zimmerpflanzen gehen (fast) immer: Vom Usambaraveilchen über die Grünllie lassen sich Ableger ziehen, die Kerne einiger Südfrüchte lassen sich zu Zimmerpflanzen heranziehen. Die kreative Idee, Litschi-Kerne zu pflanzen, kam von meiner Tochter Elena (geboren 11/2011, also aktuell vier Jahre alt). Das war ein Experiment, hat aber bei allen Kindern geklappt. Wer interessiert ist sucht bitte einfach mal nach diesen Stichworten…

Ich und wir stecken mit dem Projekt gegrade noch in den „Kinderschuhen“ und freuen uns darauf mit Ihnen/Euch daran zu wachsen. (Das dürfen auch gerne Ideen sein, die von ausserhalb unseres Kindergartens kommen, da dieser leider damit nicht in die Öffentlichkeit treten möchte)

Liebe Grüße und happy urban-gardening!
Kirsten Bringmann

(Initiatorin des Kinder-Gartenprojektes und Alleinverantwortliche für diese Webseite)

Wir pflanzen Avocadokerne und trocknen Tomatenkerne

Mädchen hält Topf mit circa 40 Zentimeter hohem Avocado-Bäumchen in den Händen.Eine schöne Herbst/Winter-Idee ist das pflanzen von Avocado-Bäumchen als Zimmerpflanzen.
Im Dezember haben beide Gartenjahr-Teams mit den Kindern Avocado-Kerne gepflanzt. Aufgespießter Avocado-KernDies kann man auf zweierlei Arten zun: Entweder man spießt den Kern auf und hängt die Unterseite ins Wasser. (Das würde ich so nicht mehr machen: Die Kinder haben nicht immer daran gedacht das Wasser nachzufüllen, sodass die Kerne wieder trockneten. Das hat den Keimprozess unnötig lange hinausgezögert.)

Man kann die Kerne auch 24 Stunden lang trocknen lassen und eintopfen, was bei uns deutlich schneller zum Ziel führte. Dabei sollte das obere drittel aus der Erde ragen.

Frisch eingepflanzter Avocadokern
Die Variante den Avocado-Kern direkt in die Erde zu setzen, hat bei uns sehr viel schneller zum Keimen geführt. Die Kinder vergaßen im Eifer des Kindergartenalltags viel zu oft das Wasser nachzufüllen, sodass sich das Keimen massiv verzögerte.

Ein sicher auch für die Eltern interessantes Detail: Die Avocado gehört botanisch zu den Beeren.

Das Fruchtfleisch wurde selbstverständlich verarbeitet, die Idee ist schließlich den Kindern zu zeigen, was man aus Obst und Gemüse machen kann und wie es wächst. Es gab die Varianten Avocado-Tomaten-Salat und Avocado-Dip mit Rohkost.

Da wir im Frühjahr Tomaten vorziehen wollen, haben wir mit den Kindern auch Tomaten-Kerne gewonnen und getrocknet.

Mädchen köpft sein Avocado-Bäumchen, damit es sich verzweigen kann.Das Avocado-Bäumchen, das Elena hier im ersten Bild zeigt, wurde Wochen und Monate lang gegossen, gehegt und jedes einzelne Blatt bestaunt. Um so überraschter war ich wie beherzt sie zur Schere griff und es bedenkenlos geköpft hat, damit es sich verzweigen kann.

Zitrus Bäumchen und Kinderpunsch

04.11.2015: Der Startschuss ist gefallen!
Heute ist der erste Projekttag „Mit den Kindern durchs Gartenjahr“. Wir wollten zu zweit Kinderpunsch mit den Kindern zubereiten und die Kerne aus den ausgepressten Orangen einpflanzen um mit den Kindern Zitrus-Bäumchen zu ziehen. (Da wir als Mütter keine pädagogische Erfahrung, außer der mit unseren eigenen Kindern haben und zudem keine Gärtnerinnen sind, haben wir die Anzahl der teilnehmenden Kinder auf maximal 3 Kinder pro Mutter begrenzt.)
Was soll ich sagen: Die Kinder (zwischen zwei und fünf Jahren) haben sich größte Mühe gegeben 3kg Orangen auszupressen: Es war nicht ein einziger brauchbarer Kern dabei. Offensichtlich waren die Kinder aber diesbezüglich frusttoleranter als ich selbst: Mit großem Stolz und Freude haben sie den anderen Kiga-Kindern ihren Kinderpunsch ausgegeben.

Bei der Wiederholung im Januar haben wir vogesorgt und über Weihnachten/Neuhjahr Zitruskerne gesammelt.
Bei der Wiederholung im Januar haben wir vogesorgt und über Weihnachten/Neuhjahr Zitruskerne gesammelt.

Gärtnern mit Kindern | Mit Kindern durchs Gartenjahr

Kinder Garten Projekt: Gärtnern mit Kindern

Liebe Eltern,
liebe kleine und große Gartenfreunde,
die erste Frage, die mir zu diesem Projekt oft gestellt wird: Wann genau fangen die Jahreszeiten an, wann hören sie auf?

Meteorologische Jahreszeiten (auf der Nordhalbkugel)Bei unserem Gartenprojekt haben wir schnell festgestellt: Gärtnern macht Kindern Spaß!

Dafür braucht man nicht immer wahnsinnig viel Platz.
So habe ich z.B. auf der Terrasse unseres Kindergartens mit Hilfe von Eltern und natürlich tatkräftiger Unterstützung der Kinder ein Hochbeet angelegt.

Ein wunderschöner Blog-Post zum Thema ist z.B.
Erdbeeren Pflanzen auf kleinstem Raum.

Einige interessante Ideen stammen von den Kindern; so kam meine Tochter Elena zwischen Weihnachten und Neujahr zum Beispiel auf die Idee, dass man die großen Litschi-Kerne doch bestimmt auch einpflanzen könne… Das war das bisher erfolgreichste Experiment.

Viel Spaß beim Gärtnern mit Ihren Kindern und auf dieser Website!
Ihre/Eure Kirsten Bringmann