Gartenkalender für das Gärtnern mit Kindern

Ideen für einen Jahresplan

Der Januar bietet sich an, sich Gedanken machen, was man im kommenden Gartenjahr vor hat. Die meisten Ideen eignen sich natürlich auch für Erwachsene, die Spaß am Gärtnern und Experimentieren haben. Ich freue mich ausdrücklich über Deine ergänzende Idee Meine/unsere Ideen für das Kinder-Gartenprojekt sind folgende:

1. Quartal:

2. Quartal:

  • Blumenkohl, Kohlrabi & Co im Frühbeet vorziehen
  • Sonnenblumen und weitere Sommerblumen säen
  • Regenwürmer im Hochbeet ansiedeln
  • Hochbeet anlegen oder neu bepflanzen / wieder in Betrieb nehmen
  • Schnellwachsendes wie z.B. Pflücksalat, Karotten, Radischen im Hochbeet säen
  • Wir stellen ein Tomatenzelt auf
  • Erdbeeren, Gurken, Tomaten & Co setzen
  • Auberginen, Paprika setzen
  • Igelhäuschen bauen
  • Im eigenen, Kindergarten- oder Schulgarten einen Igel oder ein Igelpaar von einer Igelstation auswildern

3. Quartal:

4. Quartal:

Liebe Eltern,
nun ist bereits das zweite Kindergartenjahr, indem ich das Projekt „Mit den Kindern durchs Gartenjahr“ geleitet, begleitet und betreut habe, vorbei und wir gehen in ein drittes. Es gab Erfolge und einige kleine Misserfolge, aus denen ich viel gelernt habe (und das bisherige Team sicher auch).

Eins, was ich in jedem Fall für mich mitgenommen habe: Man muss nicht perfekt sein, um anderen eine Freude zu machen. Mein erster Projekttag mit den Kindern war der 4.11.2015. Das habe ich nicht deshalb so genau im Kopf, weil ich das Projekt akribisch geplant hätte (eine gewisse Planung stand selbstverständlich voran, da ging es aber eher um „Zeitzonen“ in welchen man verschiedene Pflanzen setzen/aussäen oder welche Projekte mit man mit den Kindern machen könnte.) Ich weiß es deshalb so genau, weil meine Tochter Elena einen Tag später Geburtstag hatte.
Zurück zu dem, was ich aus den vergangnen Jahren für mich persönlich mitnehmen durfte: An meinem ersten Projekttag war der Plan mit den Kinder Orangen auszupressen, aus dem Saft von 3 kg Oragen, rotem Tee und Rotkäppchensaft einen Kinderpunsch zu machen und aus den Orangenkernen Zitrusbäumchen zu züchten. Gesagt, getan. Die kleinste der sechs Kinder (Arin) war zu dem Zeitpunkt gerade mal zwei oder zweieinhalb Jahre alt und hat tapfer versucht mittels Handzituspresse allen Saft aus der Orange zu pressen. (Alle anderen natürlich auch, aber den Kleinsten viel es natürlich rein motorisch besonders schwer.) Was soll ich sagen… drei Kilo Orangen waren (mit Hilfe der Erwachsenen) ausgepresst – kein einziger verwertbarer Kern darunter. Ich war frustrierter als die Kinder selbst:

Der von uns gemeinsam fabrizierte Kinderpunsch hat auch noch für die anderen Kinder, die an diesem trüben, dunklen Novembernachmittag noch da waren, gereicht. Und die Kinder, die am „Gartenprojekt“ teilgenommen haben, waren sichtlich stolz und zufrieden, ihre Freunde dazu einladen zu können. Derlei Anekdoten könnte ich noch viele erzählen, das würde hier jedoch den Rahmen sprengen…

Langer Rede, kurzer Sinn: Kinder freuen sich über gemeinsames Tun und schöne Erlebnisse. Meist ist es gar nicht so wichtig, ob das Geplante dabei heraus kommt. Und sie gehen unbefangen an Neues heran. In diesem Sinne danke ich den Kindern dafür, mir als Leiterin dieses Projekts neue Blickwinkel aufgezeigt und mir etwas mehr „Leichtigkeit“ zurück gegeben haben und feue ich mich auf das neue Gartenjahr mit neuen Ideen für und von unseren Kindern.

Alles was schnell geht, schön aussieht und/oder lecker ist, kommt bei Kindern natürlich besonders gut an. Meine Erfahrung aus dem vergangenem Jahr ist, dass man (je nach Alter) am besten schnelle Erfolgserlebnisse mit Geduldsproben, die dann aber vielleicht besonders schön aussehen oder gut schmecken, kombinieren sollte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr in den Kommentaren Euren Input für ein tolles neues Gartenjahr liefern würdet, egal ob Euer Kind in Elenas Kindergarten geht oder nicht ;).

3 Gedanken zu „Gartenkalender für das Gärtnern mit Kindern“

  1. Hallo
    Ich möchte bei uns in der kita eine Garten AG anbieten. Dies soll gleichzeitig auch mein Abschlussprojekt werden.
    Ich bin mir aber unsicher ob ich wirklich für jede Woche ein Angebot finde bzw Ideen habe.
    Wie sind da deine Erfahrungen?
    Kannst du mir vielleicht Tipps geben?
    Übrigens ein Hochbeet haben wir schon in der kita. Ist aber leider nicht wirklich gepflegt.
    Lg

    1. Hallo Anne,
      entschuldige bitte, Dein Kommentar ist vor lauter SPAM untergegangen :/ Ist Deine Frage noch aktuell?

      Bei uns in der Kita habe ich als Nicht-Pädagogin nur 3 Kinder pro erwachsener Person, die sich engagiert hat, am Garten-Projekt teilnehmen lassen. Die ErzieherInnen haben 2-3 Tage vorher im Sitzkreis gefragt, welches Kind teilnehmen möchte und darauf geachtet, dass nicht immer die selben Kinder teilnehmen. In meinem Fall war es so, dass ich das Projekt ehrenamtlich geführt habe und erst am frühen Nachmittag beginnen konnte (da berufstätig), die Kinder bekamen beim Sitzkreis einen Blumenstempel auf die Hand, sodass die Eltern wussten, dass sie die Kinder nach Möglichkeit frühestens um 15:30h, besser 16:00h abholen sollten, damit die Kinder Zeit haben zu helfen. Wenn Du es so aufteilst, kannst du 2-4 Wochen das Gleiche machen ohne, dass den Kindern langweilig wird.

      Dinge, die wir als Elterninitiative an einem Nachmittag zusammen durchgeführt haben, wie z.B. alte Gummistiefel bepflanzen und den langweiligen Zaun berünen: http://www.kinder-gartenprojekt.de/wir-bepflanzen-gummistiefel-und-begruessen-den-fruehling/ könntest Du ebenfalls auf mehrere Wochen verteilen…

      Viele Grüße
      Kirsten

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